Labordiagnostik | Bienen

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Gewusst wie: Labordiagnostik von Bienenkrankheiten

(Heike Aupperle-Lellbach)

Da die Symptome der infektiösen und nicht-infektiösen Bienenkrankheiten meist zu unspezifisch für eine klinische Abgrenzung und  viele Bienenkrankheiten polyfaktoriell bedingt sind, spielen die klinische Befunderhebung und die Beurteilung von Bienenstand, Management und Hygiene eine große Rolle.

Gegebenenfalls sind darüber hinaus gezielte weiterführende ätiologische Untersuchungen notwendig, die jeweils spezifische Probenentnahmemodalitäten (Entnahme, Material, Versand) erfordern.

Welche Krankheiten bedrohen die heranwachsende und adulte Biene?

Larven: Die wichtigste Brutkrankheit ist sicherlich die anzeigepflichtige Amerikanische Faulbrut. Außerdem können Kalkbrut, Steinbrut und Sackbrut die Larven zerstören.

Adulte: Bei den erwachsenen Bienen sind z. B. die Darminfektion mit Nosema sp. sowie das Chronische Paralyse Virus (Ansteckende Schwarzsucht) von Bedeutung.

Die Varrose ist die wichtigste parasitäre Krankheit der Bienenlarven und -puppen. Dabei übertragen sie verschiedene Viruskrankheiten, die dann an den erwachsenen Bienen zu sehen sind (z. B. Flügeldeformations-Virus). Der Befall mit dem Schädling „Kleiner Beutenkäfer“ (Aethina tumida) ist anzeigepflichtig. Achtung! Bei Verdacht auf anzeigepflichtige Bienenseuchen (Amerikanische Faulbrut (AFB), kleiner Beutenkäfer, Tropilaelapsmilbe) sowie bei Vergiftungsverdacht ist die Probenentnahme nur im Beisein des Amtstierarztes bzw. eines Bienensachverständigen (länderspezifisch) erlaubt!

Die für Wirbeltiere etablierten Diagnosemethoden (Vitalparameter, Antikörpertiter, bildgebende Verfahren etc.) sind bei Bienen nicht anwendbar und auch die Labordiagnostik steht bei dem Nachweise der verschiedenen Bienenpathogenen vor besonderen Herausforderungen.

Welche Herausforderungen?
Wenn Sie mehr über die Labordiagnostik bei Bienen erfahren möchten, nutzen Sie diese Chance und seien Sie am Donnerstag, den 24. 1.2019 auf dem Niedersächsischen Tierärztetag in Hannover beim Vortrag „Die Biene und der Amtstierarzt – Wissenswertes zu Krankheiten, Diagnostik und Bekämpfung“ mit Expertin Heike Aupperle-Lellbach dabei.

Hier können Sie sich gleich anmelden!

Unter dem Motto „Gemeinsam in die Zukunft – heute gelernt, morgen umgesetzt“

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(JS)